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/ Fachartikel

Driving to Safety

OEM&Lieferant | September 2020

Von Frank Poignee und Riadh Dhaoui (beide infoteam Software AG)

 

Einsteigen, Ziel nennen, losfahren und sicher ankommen – das ist die Vision des autonomen Fahrens. Technisch ist dieses Szenario bereits möglich. Wann jedoch der Umstieg vom aktuellen „manuellen, durch Assistenzsysteme unterstützten“ auf den zukünftig „vollständig autonomen“ Transport von Personen und Gütern zu Land, zu Wasser und in der Luft erfolgen wird, ist noch nicht abzusehen. Neben zahlreichen weiteren Faktoren spielen Safety-Aspekte eine maßgebliche Rolle.

Von Ausnahmen abgesehen befinden sich auf öffentlichen Straßen derzeit nur Fahrzeuge, die allenfalls Level 2 erreichen. Diese Einstufung bedeutet, dass das Fahrzeug zwar über kombinierte automatische Funktionen wie Beschleunigung und Lenkung verfügt, der Fahrer jedoch mit der Fahraufgabe beschäftigt bleibt und die Umgebung jederzeit überwachen muss. Um höhere Level zu erreichen, ist es unter anderem notwendig, die Restrisiken solcher Systeme mit Blick auf deren Funktionale Sicherheit auf ein akzeptables Maß zu minimieren. Gleichzeitig führt die schier unendliche Zahl denkbarer Szenarien zu einer regelrechten Explosion der Komplexität automatisierter Systeme und wird damit zu einer Herausforderung für ihre Entwickler.

Nachweis der Qualität

Die Sicherheitsanforderungen an die Systeme sind bekannt. Die Herausforderung besteht jedoch darin, nachweisen zu können, dass eine hinreichende Qualität erreicht ist. Die Norm IEC 61508 als aktuell gültige Richtlinie definiert exakt die Sicherheitsanforderungsstufen (SIL) und die Risiko-Grenzwerte für die Stufen SIL 1 bis 4. Für autonom fahrende Pkws gilt in Europa zudem die Norm ISO 26262, in der die Stufen mit ASIL A bis D bezeichnet sind.

Die Norm ISO 26262 definiert unter anderem die Begriffe und Aktivitäten der Funktionalen Sicherheit für elektrische und elektronische Systeme in Kraftfahrzeugen. Unter dem Begriff Funktionale Sicherheit (FuSi) versteht man die Abwesenheit eines unangemessenen Risikos, das durch Ausfälle von Hard- oder Software in einem Fahrzeug verursacht werden könnte.

Verständnis für Normen

Im Softwareentwicklungsprozess – inklusive FuSi – sollte ein tiefes Verständnis für die in den jeweils einschlägigen Normen verankerten Anforderungen vorhanden sein. Denn nur dann kann ein Nachweis darüber, dass die Anforderungen aus den relevanten Normen erfüllt sind, gut und effektiv gelingen. infoteam ist in Gremien der DKE und IEC vertreten und arbeitet u. a. an den Anforderungen für die Funktionale Sicherheit mit.

Die langjährige Expertise von infoteam mit Kunden-Softwareprojekten beinhaltet die fachliche Unterstützung, angefangen von der Anforderungsanalyse bis hin zur Begleitung einer Zertifizierung. Die Zusammenarbeit erfolgt über den gesamten Software-Produktlebenszyklus, was auch die Entwicklung funktional sicherer Softwaremodule und Softwaresysteme bis zur höchsten Sicherheitsanforderungsstufe in der jeweiligen Norm wie IEC 61508, ISO 26262, EN 5012x oder ISO 13849 ermöglicht.

Anforderungen des Kunden im Vordergrund

Bei der Softwareentwicklung stehen für infoteam immer die spezifischen Anforderungen des Kunden im Vordergrund. Auf Grund zunehmend komplexerer Projektanforderungen aus dem Umfeld lernfähiger KI-Algorithmen, begleitet infoteam neben Projekten der „klassischen“ Funktionalen Sicherheit auch Projekte mit Fokus auf Funktionale Sicherheit für KI-basierte Systeme. In Bezug auf die Funktionale Sicherheit werden diese Anforderungen unter Beachtung der jeweils gültigen Normen analysiert und softwareseitig umgesetzt. Safety und Security by Design begleitet somit den Lebenszyklus der Entwicklung sicherer Software-Anwendung und beeinflusst wesentlich den Projekterfolg.

Hier geht´s zum Artikel in der OEM&Lieferant.


Foto © Erwin Wodicka

Angela Ringlein, Marketing Communications Manager

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